HSV verliert gegen die volle Kapelle des Vizemeisters

Zuhause will es in dieser Saison noch nicht so recht laufen: Am heutigen Samstag unterlagen die Rothosen dem letztjährigen Vizemeister DJK Adler Königshof mit 31:35 (17:17) – wofür letzten Endes drei Faktoren maßgeblich waren.

Erstens: Die schwache Anfangsphase. Der HSV begann vogelwild und lag mit 5:11 und 9:15 im Hintertreffen. Ohne Keeper Lukas Maile wäre das Spiel vielleicht schon früh verloren gewesen. Doch die Hausherren fingen sich, bissen sich in die Partie und erreichten bis zur Pause tatsächlich ein Unentschieden.

Zweitens: Während Königshof mit voller Kapelle von 16 Mann antrat, gehörten zum Dümptener Aufgebot mit Kevin Michalski und Jonas Strenger zwei Rückkehrer aus der Handball-Rente, zudem musste der Rückraum praktisch durchspielen.

Drittens: Zu viele Fehler im falschen Moment. Die einzige Führung nach der Pause schenkte der HSV schnell wieder her, der Rückstand pendelte dann meist zwischen einem und drei Toren. Immer wenn die Gastgeber entscheidend hätten verkürzen können, unterliefen ihnen wieder entscheidende Fehler. Besonders folgenschwer waren die bei den beiden Unentschieden zum 30:30 und 31:31. Zweimal war die Chance zur Führung da, doch am Ende sorgte Königshof für die Entscheidung.

Trainer Rüdiger Winter: „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen für die kämpferische Leistung. Das Spiel war bis zur 55. Minute völlig offen gegen den Top-Favoriten und das mit der Aufstellung. Wir hatten fast keine Wechselmöglichkeiten, vor allem im Rückraum. Die Anfangsphase darf natürlich so nicht passieren, das bemängele ich. Da kann es auch 15:5 stehen. Aber wenn wir dann unsere Fehler reduzieren würden, wäre heute mehr drin gewesen.“

Nach dieser Heimniederlage verabschieden wir uns zunächst in die Herbstpause. Weiter geht es am 7. November in Oppum. Das nächste Heimspiel bestreiten unsere Jungs am 14. November gegen die zweite Mannschaft des TuSEM Essen.

Aufstellung: Maile, Strenger – Gorris (7/2), Ellwanger (6), Peterson (6/2), Höppner (5), Anhalt (3), Gernand (3), Brümmer (1), Göckus, Heiming, Kohnen, Michalski

Foto: Ⓒ Udo Gottschalk

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