Einbruch nach der Pause führt zur Auftaktniederlage

Aufgrund der 19:13-Führung zur Pause des Auftaktspiels gegen die HSG VeRuKa deutete Vieles auf einen erfolgreichen Saisonstart des HSV in der Oberliga hin. Doch die zweite Halbzeit verlief dann überhaupt nicht mehr nach den Vorstellungen der Rothosen. Sie gaben den schönen Sechs-Tore-Vorsprung aus der Hand, gerieten in Rückstand und bekamen in der Schlussphase nicht mehr rechtzeitig die Kurve, so dass am Ende eine 27:30 (19:13)-Auftaktniederlage auf der Anzeigetafel stand.

„Ich bin für heute natürlich enttäuscht, andersrum muss man dem Gegner zugestehen, dass er in der zweiten Halbzeit echt stark war“, meinte Trainer Rüdiger Winter nach dem Schlusspfiff. Aufgrund der zweiten Hälfte attestierte er den Gästen dann auch, „völlig verdient gewonnen“ zu haben. „Sie haben strukturierter gespielt und ihre Chancen genutzt.“

Dass lässt sich im Rückblick nur über die erste Halbzeit der Gastgeber sagen. Mit dem 6:2 nach achteinhalb Minuten war dem HSV ein guter Start gelungen. Auch danach verteidigten die Dümptener ihre Führung und bauten sie vom zwischenzeitlichen 7:5 auf 11:6 und später von 13:10 wieder auf 18:12 aus. Vor allem der Rückraum mit Patrick Höppner, Lukas Kohnen und Fabian Gorris funktionierte gut – das Trio erzielte zusammen 13 der 19 HSV-Tore im ersten Durchgang.

Aber dann? Nach der Pause fand der HSV gar nicht mehr in die Partie. „Wir sind kopflos angerannt und haben das, was uns in der ersten Halbzeit ausgemacht hat, überhaupt nicht wiederholt“, haderte Rüdiger Winter mit einem Einbruch, der eigentlich nicht zu erklären sei.

Bei der HSG machte sich natürlich die Einwechslung des routinierten Spielertrainers Mirko Szymanowicz bemerkbar, der gleich zwei Tore zum 20:17 erzielte. Mit dem 21:17 verschaffte Lukas Kohnen seiner Mannschaft nur kurz Luft, denn dann begann der entscheidende Lauf der Gäste: mit sechs Toren in Folge stürmten sie am HSV vorbei. Dem gelang noch zweimal der Ausgleich zum 26:26 und 27:27, doch es fehlte die nötige Ruhe, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. In einer hektischen Offensive häuften sich die Fehler, während VeRuKa seinen Stiefel in Ruhe herunterspielte.

„Ich hatte ja vorher gesagt, dass wir einige Rückstände erleben werden. Die Vorbereitung ist das eine, aber dann spürt man plötzlich Druck, das ist natürlich was anderes. Ich glaube aber weiter an die Mannschaft, um Gottes Willen, das war jetzt ein Saisonauftakt. Wir müssen weiter gucken, dass wir da Struktur reinkriegen und weiter zusammenwachsen“, fasste Trainer Rüdiger Winter zusammen.

Das erste Auswärtsspiel führt die Rothosen am kommenden Samstag um 20 Uhr zum ASV Einigkeit Süchteln. Neuzugang Noah Sauerland wird dann weiterhin ausfallen, wir hoffen allerdings, dass Jonas Heiming und Leo Göckus dann wieder zur Verfügung stehen werden.

Aufstellung: Maile, Vorwerk – Gorris (8/2), Höppner (7), Kohnen (5), Kampermann (3/2), Ellwanger (2), Peterson (2), Anhalt, Brümmer, Gernand, Hellmich, Munke

Foto: © Udo Gottschalk

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